Der erste Eindruck im World Wide Web

Auch im www kommt es auf den ersten Eindruck an.

letzten Beitrag mit dem ersten Eindruck beschäftigt haben, den wir bei anderen Menschen und diese bei uns hinterlassen, soll heute unsere WebPräsenz im Mittelpunkt stehen. Denn auch im World Wide Web hinterlassen wir einen ersten Eindruck – über unsere Webseite oder unseren Blog aber auch über unsere Kommentare und Postings. 

All das, was bereits im vergangenen Beitrag über den ersten Eindruck gesagt wurde, gilt bei Ihrem Auftritt im Internet genauso. Innerhalb weniger Sekunden hat der User entschieden, ob ihm Ihr Webauftritt gefällt oder nicht. Maximal 3 Sekunden – und das Urteil ist gefällt.

Der Drei-Sekunden-Eindruck

Unsere Zeit ist ein knappes Gut, das wissen wir alle. Und deshalb bedienen wir uns auch bei der Wahrnehmung und ersten Beurteilung eines sehr ökonomischen Prinzips. Ziel ist es, mit möglichst geringem Aufwand  an Zeit und Verarbeitungskapazität ein erstes zufriedenstellendes Ergebnis erzielen zu können. Drei Sekunden! Sie kennen das von verschiedenen Begrüßungsritualen (Händeschütteln, Umarmen, Verbeugen, Küsschen geben oder Nase reiben), die trotz aller kulturellen Unterschiede nicht länger als drei Sekunden dauern.

Dass dabei Fehler entstehen können, nehmen wir in Kauf. Wenn wir uns vis-à-vis gegenüber stehen, oder als Kollegen miteinander arbeiten müssen, können wir noch Einiges dafür tun, den ersten Eindruck zu bestätigen oder aber auch zu widerlegen. Bei unserem Internetauftritt ist das nur sehr schwer möglich. Alles, was wir im Netz über uns an Informationen anbieten, steht Usern täglich 24 Stunden lang zur Verfügung – ohne, dass wir einen Einfluss haben, ohne dass wir erläuternd, erklärend eingreifen und einen ersten negativen Eindruck verhindern können.

Ihr Auftritt auf Webseite, Blog & Co.

Unabhängig davon, ob Sie sich und Ihr Unternehmen über eine mehr oder weniger statische Webseite, einen dynamischen Blog oder einer Kombination aus beidem präsentieren (zu Vor- und Nachteilen lesen sie hier), ist es wichtig ist, Ihre Besucher einzufangen, von Anfang zu faszinieren und zu fesseln. In wenigen Sekunden entscheiden Internetnutzer darüber, ob sie auf Ihrer Seite bleiben wollen oder ob sie die Informationen, die Dienstleistungen oder Produkte eher bei der Konkurrenz suchen und möglicherweise niemals wiederkommen.

Drei psychologische Phänomene prägen diese Entscheidung unbewusst:

  • der Primacy-Effekt (der erste Eindruck, den der Besucher hat, wenn er auf einer Ihrer Seiten ankommt: Farben, Schrift, Grafiken, Texte),
  • der Recency-Effekt (das, was als letzter Eindruck von Ihrer WebPräsenz mitgenommen wird) und
  • der Halo-Effekt (die Übertragung von einer positiven oder negativen Eigenschaft einer Person auf andere Bereiche der Persönlichkeit, oder eines gutes Gefühls bei der ersten Seite, das automatisch auf alle folgenden Seiten und Produkte der Internetpräsenz übertragen wird)

Der Eindruck, den Sie in sozialen Netzwerken hinterlassen

Egal, ob bei facebook, twitter, google+, youtube o.a., immer mehr Unternehmen präsentieren sich im Internet mit Hilfe einer oder mehreren Fanpages. Diese sind – anders als private Profile jedem zugänglich: Freunden und Fans Ihrer Produkte und Dienstleistungen ebenso wie potentiellen Auftraggebern, Sponsoren oder Neukunden. Gerade aus diesem Grund sollten Sie gründlich überlegen, welche Inhalte Sie in einer Fanpage veröffentlichen oder teilen und welchen Eindruck Sie durch diese Informationen oder Bilder hinterlassen

 

Bildquelle Titelbild: geralt / pixabay.com



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5 Antworten
  1. Selbstmanagement Sarah
    Selbstmanagement Sarah says:

    Danke! Sehr interessanter Artikel zum Thema Selbstmanagement. Ich frage mich ebenfalls, ob der von Ihnen vorgestellte Lesetipp zum Thema Selbstmanagement auch auf die emotionale Kompetenz bzw. emotionale Intelligenz (EQ) zurückgreift oder ob es wirklich nur um Selbstmangement in Verbindung mit Social Media geht. Danke!

    Antworten
  2. Annett Leisau - Coaching, training & more
    Annett Leisau - Coaching, training & more says:

    Mit dem ersten Eindruck, den potentielle Kunden und Auftraggeber über euren WebAuftritt von euch gewinnen, habe ich mich in diesem Beitrag auseinander gesetzt. Wie seht ihr das? Ich freu mich auf eure Erfahrungen.

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  3. Frank Nießen
    Frank Nießen says:

    So ist es! Dabei ist es doch eigentlich ganz einfach. Man sollte in Blogs, auf Webseiten und Fanpages nur das tun, was man auch live und real seinen Kunden und Interessenten "zumutet". Krampfhaft "lustig" sein zu wollen – weil man annimmt das sei auf facebook so üblich – ist wie der sprichwörtliche "Griff ins Klo". Viele Anwender wissen oft nicht, dass Interessenten, Bewerber und Finanzpartner auch gerne die private Profilseite in sozialen Netzwerken besuchen um sich ein Bild über den potenziellen Partner zu machen… Viele wissen auch nicht, dass man sein Profil "nicht öffentlich" stellen kann. Und so nimmt dann das Unheil meist ungebremst seinen Lauf…

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    • Annett Leisau
      Annett Leisau says:

      Oh ja, Frank da gebe ich dir Recht – die Präsenz in sozialen Netzwerken ist heute für viele Unternehmer ein wichtiger Bestandteil ihrer Darstellung und Kommunikation nach außen. ABER: gerade über Fanpages werden eben alle Informationen weitergegeben – gewollt oder nicht. Ein sorgfältiger Umgang mit seinem Auftritt im Netz ist unabdingbar, um potentielle Kunden und Auftraggeber neugierig zu machen – aber nicht zu schocken oder gar zu vergraulen.

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  4. Annett Leisau
    Annett Leisau says:

    Auch über unseren Web-Auftritt über eine Webseite oder einen eigenen (Unternehmens-)Blog aber auch auf unseren Fanpages hinterlassen wir einen ersten Eindruck bei Kunden, potentiellen Neukunden, Auftraggebern. Und auch hier gilt, es darauf zu achten, dass dieser erste Eindruck möglichst positiv ist.

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