[Werbung] Eine Insolvenz droht – und nun?

Ungefähr ein Drittel der Gründer müssen in den ersten drei Jahren Insolvenz anmelden.

Insolvenz – Immer mehr Selbständige und kleine Unternehmen müssen sich dieser Situation stellen. Ohne seriöse, fachkundige Beratung ist man schnell verloren. Daher sollten Sie in jedem Fall professionelle Insolvenzberatung einholen. Wie Sie eine drohende Insolvenz erkennen und rechtzeitig gegensteuern oder was Sie tun können, wenn die Insolvenz nicht mehr aufzuhalten ist, beschreibt dieser Artikel.

Das Wichtigste vorneweg: Unternehmerisches Handeln trägt ein ganz besonderes Risiko, ganz egal ob selbstständig, Handwerker oder kleiner Unternehmer. Machen Sie sich immer bewusst, dass auch ein Scheitern Ihres Unternehmens möglich ist. Daher sollten Sie sich nicht mit Schuldgefühlen belasten. Nehmen Sie die Krise als eine Herausforderung an, aus der Sie gestärkt hervorgehen können.

Knapp ein Drittel der 2013 angemeldeten Insolvenzen betrafen Unternehmen, die erst kurze Zeit, ein oder zwei Jahre, am Markt aktiv waren. Die Gründe für die Insolvenz waren vielfältig. Es lag einerseits daran, dass sich die Geschäftsideen als nicht marktgerecht erwiesen haben. Gerade Gründer können sich häufig nicht so schnell an Marktveränderungen anpassen, zudem fehlt ihnen zum Teil (noch) der strategische Weitblick, der wichtig ist, um tragfähige Konzepte zu gestalten. Ein weiterer Grund war in vielen Fällen die fehlende Kapitalausstattung und zu geringe Rücklagen. Aber auch länger bestehende Unternehmen gehen in die Insolvenz, insbesondere Selbstständige und kleine Unternehmen aus der Speditions- und Logistikbranche, aus dem Versand- und Internet-Handel, der Druckindustrie oder aus dem Baugewerbe. (Quelle)

Insolvenzgründe

Ein Insolvenzverfahren wird eröffnet, wenn einer der folgenden Insolvenzgründe vorliegt: eine Überschuldung oder eine Zahlungsunfähigkeit. Eine Überschuldung liegt dann vor, wenn das Vermögen die bestehenden Forderungen nicht mehr abdeckt. Von Zahlungsunfähigkeit wird gesprochen, wenn man den zu einem bestimmten Zeitpunkt bestehenden Zahlungsverpflichtungen (z. B. Rechnungen, Mietzins, Kreditraten, Schulden bei Gläubigern, gestundete Zahlungsverpflichtungen) zu 90 % nicht nachkommen, also nicht mehr zahlen kann.

Eine Insolvenz rechtzeitig erkennen

Eine Insolvenz fällt nicht vom Himmel. Wie alle Krisen wirft auch sie ihre Schatten voraus: Die typischen Anzeichen, nämlich die sich häufenden Mahnungen, vordatierte oder ungedeckte Schecks, nicht gezahlte Sozialversicherungsbeiträge, Mietzahlungsrückstände, bilden dabei allerdings schon das Ende dieser Schatten. Häufig beginnt es schlicht damit, dass Strategien zu spät oder gar nicht an veränderte Situationen angepasst werden: die Kundenwünsche wurden im Vorfeld falsch eingeschätzt, die Zahl der Neukunden geht zurück, Konkurrenzunternehmen sind in ihrer Nachbarschaft gegründet, die Marktsituation oder die rechtlichen Rahmenbedingungen haben sich anders entwickelt, als gehofft. Wenn Sie hier verpassen, entsprechend gegenzusteuern, können Sie schnell in den Sog einer drohenden Liquidation geraten. Denn ohne ausreichende Aufträge gestaltet sich die Ertragssituation negativ, es muss immer häufiger auf Eigenkapital und Rücklagen zurückgegriffen werden. Und wenn das aufgebraucht ist, beginnen sich Rechnungen, Mahnungen und Zahlungsaufforderungen zu stapeln. Spätenstens jetzt sollten Sie sich an kompetente und seriöse Berater wenden.

Das Schutzschirmverfahren – eine Möglichkeit seit 2012

Durch das im ESUG (Gesetzes zur weiteren Erleichterung der Sanierung von Unternehmen) vorgesehene Schutzschirmverfahren, haben Unternehmer seit 2012 die Möglichkeit, die erforderlichen Sanierungsmaßnahmen in Ihrem Unternehmen selbstständig umzusetzen, denn er selbst behält die Kontrolle über das operative Geschäft. Der inzugezogene Insolvenzverwalter, den der Unternehmer selbst vorschlagen darf, ist Sachwalter ohne Eingriffsrecht. Und auch die Gläubiger können durch einen Mehrheitsbeschluss überstimmt werden.

Allerdings, ganz so einfach, wie es sich hier liest, ist es nicht, das eigene Unternehmen eigenverantwortlich zu retten. Es gibt viele wichtige Dinge die – neben dem weiterlaufenden Tagesgeschäft – bedacht, getan, entschieden und berücksicht werden müssen:

  • Erarbeitung eines Sanierungskonzeptes,
  • Erstellung eines Insolvenzplans,
  • Sicherung der Insolvenzgeldvorfinanzierung,
  • Sicherung der laufende Liquidität bis zur Aufhebung des Insolvenzverfahrens,
  • bestehende Lieferbeziehungen müssen unter Insolvenzbedingungen aufrechterhalten werden.

Ohne kompetente Hilfe ist das nicht zu bewerstelligen. Deshalb ist es wichtig, möglichst bei den ersten konkreten Anzeichen eine professionelle Insolvenzberatung einzuholen.

 

Bildquelle: geralt / pixabay.com



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1 Antwort
  1. pelz
    pelz says:

    Aus dem Grund ist im Vorfeld ein effektives Forderungsmanagement ein Insolvenz Blocker. Getreu dem Motto: Vorbeugen ist besser als heilen.

    Antworten

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