Interim Management: Notstrategie nicht nur für große Unternehmen

Interim Management: Notstrategie nicht nur für große Unternehmen

Schnell ist es passiert: Ein Sportunfall am Wochenende oder eine unerwartet schwere Krankheit lassen einen wichtigen Mitarbeiter, der durch das eigene Personal nicht so ohne weiteres ersetzt werden kann, kurzfristig ausfallen. Gerade bei Spezialisten und Führungskräften fällt es Unternehmen schwer, einen Ausfall kurzfristig zu kompensieren – zumal in den meisten Fällen davon auszugehen ist, dass die vakante Stelle nach ein paar Wochen oder Monaten wieder vom eigentlichen Mitarbeiter besetzt wird.

Das Dilemma ist also, dass eine wichtige Position im Unternehmen kurzfristig und auf Zeit besetzt werden muss, und zwar adäquat und möglichst unverzüglich. Die Einstellung eines qualifizierten Mitarbeiters kommt nicht in Frage, denn gut ausgebildete Fachkräfte lassen sich in der Regel nur dauerhaft anstellen. Und erkrankte Mitarbeiter kehren schließlich ins Unternehmen zurück.

Interim Management: Spezialist auf Zeit

Im Bereich der Personalvermittlung hat nun eine Praxis den deutschen Wirtschaftsbereich erreicht, die in anderen Ländern bereits seit längerer Zeit gang und gäbe ist. Das so genannte Interim Management ermöglicht es, eine Fachkraft auf Zeit in das eigene Unternehmen zu holen, damit diese dann bestimmte Aufgaben möglichst reibungslos ausführt.

Dieses ist nicht nur bei Notfällen der Fall, sondern auch bei Projektarbeit. Bekommt eine Firma zum Beispiel einen großen Auftrag herein, der nicht nur die eigenen Kapazitäten übersteigt sondern auch die eigenen Fähigkeiten, kann für die Dauer dieses Auftrags ein externer Fachmann hinzugezogen werden. Dieser Spezialist ist ein Freelancer, der das Unternehmen nach dem Ende des Projekts wieder verlässt. Damit ist das Interim Management nicht nur für große Unternehmen interessant, die diese Art des Personalmanagements zum Teil bereits als Überbrückung von Notfällen nutzen, sondern auch für kleine und mittlere Unternehmen (KMUs).

Gute Erfahrungen im Ausland gesammelt

Viele der deutschen Unternehmen, die bereits mit Interim Managern arbeiten, haben oftmals im Ausland gute Erfahrung mit diesem Personalmanagement gesammelt und wenden es nun auch an ihren deutschen Standorten an. Da sich diese Methode allerdings nun auch in Deutschland immer weiter verbreitet, gibt es auch hier immer mehr Spezialisten, die sich nicht mehr fest anstellen lassen, sondern ihre Dienste als gut bezahlte Freelancer anbieten.

Für die Unternehmen lohnt sich ein Engagement trotz des vergleichsweise hohen Lohns meistens, denn ohne externe Hilfe sind einige Projekte schlichtweg nicht zu stemmen. Und in einigen Fällen sind Interim Manager die wohl letzte Möglichkeit, eine wirtschaftlich schwierige Lage gut zu überstehen.

Bildmaterial: Geralt | www.pixabay.com



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1 Antwort
  1. wassili
    wassili says:

    Schöner Artikel.
    Das Interim Management ist ein sehr interessantes Berufsbild. Bis vor kurzem hatte ich den Interim Manager immer mit der Unternehmenskrise und der außergerichtlichen Sanierung verbunden. Doch wie im Artikel deutlich wird, ist der Interim Manager vielseitig einsetzt bar.
    Außerdem gewinnt dieses Berufs mit immer mehr an Popularität. Allein bei Atreus bewerben sich laut Nagel jedes Jahr etwa 2000 Kandidaten, davon werden etwa 400 zum Gespräch eingeladen. [Quelle: http://www.finance-magazin.de/persoenlich-personal/karriere/cfo-auf-zeit-das-muessen-interim-finanzchefs-koennen/ ]
    Doch nicht jeder ist für dieses Berufsbild geeignet. Die zwei wichtigsten Eigenschaften die solch ein Manager haben muss sind zum einen hohe Sozialkompetenz und zum anderen viel Berufserfahrung.

    Gruß,
    W.

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